Häufig gestellte Fragen (F.A.Q.)

Was ist eine Team-Fortbildung?

Eine Team-Fortbildung ist eine maßgeschneiderte professionelle Bildungsmaßnahme, die für ein einzelnes komplettes Arbeits-Team gestaltet und durchgeführt wird. In der Regel umfasst ein Team drei bis zwölf Personen.

In Form von ein- oder mehrtägigen Workshops bekommen die Team-Mitglieder einen an der konkreten Arbeits-Praxis orientierten theoretischen Input und können diesen sofort in die Zusammenarbeit integrieren. Die Workshops werden von unseren Expertinnen und Experten anlass- und themenbezogen vorbereitet und beinhalten neben dem fachlichen Wissenstransfer Elemente von systemischer Team-Entwicklung. So wird nicht nur die professionelle Kompetenz der einzelnen Mitarbeiter/innen gefördert, sondern auch das Verständnis zwischen den Kollegen/innen im Team. Arbeitsteilung kann auf diese Weise neu verhandelt und gestaltet werden. Gruppendynamische Prozesse können bearbeitet und Fragen der organisatorischen Zusammenhänge im Gesamtunternehmen geklärt werden.

Was bewirkt eine Team-Fortbildung?

Das Team als kleinste Organisations-Einheit und als primärer Rahmen der beruflichen Sozialisation stellt gewissermaßen die Verbindung zwischen den Mitarbeitern/innen und dem Organisations-Ganzen dar. Die Auswirkungen lassen sich demgemäß auf der persönlichen Ebene, der Team-Ebene und der Unternehmens-Ebene ausmachen:

Individuelle Ebene:

Auf der Ebene der Einzel-Person ist sicher der Wissenserwerb als wichtigster Wirkungsfaktor einer Fortbildung im ganzen Team festzustellen, wobei dieser Wissenstransfer nicht nur von der „Lehrkraft“ zu den Teilnehmern/innen verläuft, sondern auch zwischen den Team-Mitgliedern. In der vertrauten Atmosphäre der Klein-Gruppe können die Mitglieder voneinander lernen, Kompetenzen und Lösungswege werden vergemeinschaftet.

Team-Ebene – Zusammenarbeit und Arbeitsklima:

Dadurch, dass nicht nur auf der Sach-Ebene gelernt und gearbeitet wird, sondern auch auf der Team-Ebene, rücken auch Fragen der Zusammenarbeit und Arbeitsteilung in den Fokus. Individuelle Stärken können besser genutzt und Schwächen gut kompensiert werden. Nicht alle müssen alles gleich gut können, wichtig wird vielmehr, was das Team als Kollektiv von Individuen zu leisten imstande ist. Durch die Chance, nicht nur auf der Ebene der professionellen Kooperation kommunizieren zu können, sondern mithilfe der Begleitung durch supervisorisch ausgebildete Referenten/innen auch auf der Beziehungs-Ebene Klärungen voranzubringen, wird das Gruppenklima verbessert, der Team-Zusammenhalt gestärkt und „Reibungsverluste“ durch gruppendynamische Phänomene reduziert. Man lernt sich durch gemeinsames Lernen auf eine zwangslose Weise einfach besser kennen!

Organisatorische Ebene:

Den Rahmen einer Team-Fortbildung bildet immer der konkrete Arbeits-Auftrag des Teams innerhalb einer übergeordneten Organisation. Auch wenn das Team selbst die gesamte Organisation repräsentiert (z.B. bei Kleinunternehmen), gibt es eine Haupt-Aufgabe, die es zu erledigen gilt. Diese Aufgabe stellt den roten Faden jeder Team-Fortbildung dar. Die Beziehung zu anderen Abteilungen, zu Kunden/innen oder externen Kooperationspartnern/innen sind deshalb immer auch Thema der Workshops. Klarheit über Aufgaben und Ziele, Kenntnis von Interdependenzen und den Bedingungen der organisationalen Vernetzung sind daher ebenfalls Auswirkungen von Team-Fortbildungen.

Welchen Nutzen hat eine Team-Fortbildung?

Wie aus der Darstellung der Wirkung von Team-Fortbildungen schon hervorgeht, gibt es den konkreten Nutzen einer solchen Veranstaltung ebenfalls auf allen Ebenen der organisationalen Struktur: auf der individuellen, der Team- und der Organisations-Ebene.

Individueller Nutzen:

Neben dem unmittelbaren Vorteil des individuellen Wissens-Erwerbs stellt eine Team-Fortbildung auch eine Gelegenheit dar, eigene Kompetenzen sichtbar zu machen und Wertschätzung vonseiten der anderen Team-Mitglieder zu bekommen. Jede/r Teilnehmer/in ist hier nicht nur passiv aufnehmender, sondern aktiv gestaltender Bestandteil des Lernprozesses. Es kann – durch die Klein-Gruppe gefördert – nicht nur auf die Lerninhalte Einfluss genommen werden, sondern auch auf die Lernmethode und das Lerntempo. Es ergibt sich also eine hochgradig individualisierte und differenzierte Lernsituation, die – darüber sind sich alle Lern-Theorien einig – die besten Voraussetzungen für effektives und nachhaltiges Lernen bietet. Durch die Beachtung der Gruppen- und Organisations-Perspektive gewinnen die Teilnehmer/innen der Fortbildung auch mehr Klarheit über ihre eigene berufliche Rolle – sowohl innerhalb des anwesenden Teams als auch in Bezug auf die Gesamt-Organisation. Zusätzlich zu den fachlichen Kompetenzen werden daher auch soziale Kompetenzen gestärkt und weitere „Soft-Skills“ vermittelt.

Team-Nutzen:

Die entscheidenden Vorteile der Arbeit im Team liegen ja gerade darin, dass die Summe der Handlungs-Möglichkeiten der Mitglieder von denen der Gruppe bei weitem übertroffen wird. Die Vorteile der Organisation (Arbeitsteilung, Austauschbarkeit von Einzelpersonen) und die Vorteile der direkten Kommunikation unter den Mitgliedern (Identifikation mit den Zielen, persönliches Engagement) ergänzen sich in der Team-Arbeit! Die Balance zu finden zwischen der organisationalen Strukturiertheit und der persönlichen Beziehungs-Ebene ist jedoch eine Leistung, die sich nicht von selbst einstellt, sondern die der ständigen Pflege und Abstimmung bedarf. Eine gemeinsame Fortbildung, die diesen systemischen Aspekt der Team-Arbeit als einen Schwerpunkt betrachtet, kann entscheidende Impulse zur Steigerung der Team-Leistung geben. Ein positives Gruppen-Klima und eine kompetente, effiziente Arbeitsteilung mit eingespielten Kooperationsbeziehungen werden die Leistungs-Fähigkeit und Leistungs-Bereitschaft der Gruppe entscheidend fördern.

Organisations-Nutzen:

Aufgrund des offensichtlichen Vorteils einer „Team-förmigen“ Arbeitsorganisation stellen Arbeits-Gruppen und Teams wesentliche Strukturelemente in nahezu jeder Organisation dar, man denke dabei z.B. auch an sogenannte „Projekt-Teams“. Eine systemisch orientierte Fortbildung von Teams stellt daher einen wichtigen Beitrag zum Wissensmanagement der Gesamtorganisation dar. Die vielbeschworene „Lernende Organisation“ verwirklicht sich fast ausschließlich über lernende Mitarbeiter/innen und Kleingruppen. Eine Investition in die Kompetenz und Effizienz von Arbeits-Teams wirkt sich also unmittelbar positiv auf die Leistungsfähigkeit der Gesamt-Organisation bzw. die Produktivität des Unternehmens aus. Dadurch, dass auch organisationale Fragen in der Team-Fortbildung thematisiert und geklärt werden, mindern sich auch die Reibungsverluste, die durch Rollen-Konfusion und ungeklärte Funktions-Definitionen entstehen können. Wenn eine endgültige Klärung auch innerhalb der Fortbildung oft nicht geleistet werden kann, so können im Anschluss daran die offenen Fragen mit den zuständigen Instanzen bearbeitet und einer Lösung zugeführt werden. Auf diese Weise verbessern sich im Anschluss an eine Team-Fortbildung häufig auch die Arbeitsteilung und Kooperation auf einer höheren Organisations-Ebene. Wenn die Arbeit mit und an einem Team auch keine Entwicklungs-Schritte des Unternehmens ersetzen kann, so ist sie doch ein wichtiger Beitrag dafür, dass Organisations-Entwicklung gelingt.

Was ist eine Team-Fortbildung noch?
(auch wenn es gewisse Unterschiede gibt)

Team-Klausur:

Klausuren dienen üblicherweise dazu, die Arbeitsorganisation zu thematisieren und Strategien bzw. Pläne für den nächsten Zeitabschnitt festzulegen. Wegen des organisatorischen Schwerpunkts werden Klausuren meist von einem/r Moderator/in begleitet. Ein gezielter Wissenserwerb ist üblicherweise nicht Ziel einer Team-Klausur, auch Team-dynamische Fragen werden meist nicht behandelt – die Sachebene steht im oft ausschließlichen Fokus.

Team-Entwicklung (Team-Building):

Veranstaltungen zur Team-Entwicklung bzw. – bei der Etablierung eines neuen Teams – zum Team-Building konzentrieren sich meist auf den Beziehungs-Aspekt zwischen den (neuen) Team-Mitgliedern. Es geht meist um die Herstellung, Erhaltung und Förderung der Arbeitsfähigkeit von Teams. Durch Klärung von gruppendynamischen Themen soll die Performance des Teams erhöht und das Arbeitsklima im Team verbessert werden. Ein Know-How-Transfer ist meist nicht vorgesehen, rein organisatorische Fragen werden oft ausgeklammert.

Team-Supervision:

Supervisionen sind eher langfristig angelegte Prozesse der Team-Beratung, bei denen sowohl organisatorische Fragen als auch gruppendynamische Themen behandelt werden können. Auch Elemente der Fall-Supervision können in Team-Supervisionen enthalten sein, wenn sie nicht überhaupt das alleinige Ziel der Supervision darstellen. Auch in diesem Format ist ein konkreter fachspezifischer Wissenszuwachs nicht vorgesehen.

Fach-Seminar:

In spezifischen Fachseminaren zu Themen des jeweiligen Arbeitsfeldes werden Mitarbeiter/innen verschiedener Teams meist auch aus unterschiedlichen Organisationen von fachkundigen Referenten/innen gemeinsam unterrichtet. Zum fachlichen Input kommt bei diesem Format noch die Möglichkeit des inhaltlichen Austauschs mit Experten/innen aus anderen Bereichen des eigenen Berufsfeldes. Schwierig ist jedoch meist der Transfer des erworbenen Wissens in die konkrete Alltagsarbeit des Herkunfts-Teams: dass eine Person etwas dazu gelernt hat, erhöht noch nicht automatisch die Kompetenz der gesamten Arbeits-Gruppe. Fragen der Team-internen Zusammenarbeit und gruppendynamische Aspekte bleiben völlig ausgeklammert.

Wie wird eine Team-Fortbildung gestaltet?

Wenn auch jede einzelne Team-Fortbildung für das jeweilige Kunden-Team maßgeschneidert wird, gibt es doch einige Elemente, die sich in der einen oder anderen Form in vielen Veranstaltungen wieder finden werden. So wird wohl eine erste Runde der Erwartungs- und Zielklärung den Auftakt bilden, so dass die Beteiligten Gelegenheit bekommen, ihre Wünsche und Befürchtungen auszutauschen. Dabei werden auch Unterschiede innerhalb des Teams (Kenntnisse, Vorlieben, Schwerpunkte etc.) wertschätzend sichtbar gemacht. Diese Kenntnis der Unterschiede dient der Workshop-Leitung auch dafür, den Ablauf des Workshops laufend an die Bedingungen des „Hier-Und-Jetzt“ anzupassen. Im weiteren Verlauf werden sich Elemente des Theorie-Inputs, der Einzel-Arbeit, der Kleingruppenarbeit und der Plenar-Diskussion abwechseln – häufig auch mit kreativen und/oder multimedialen Methoden und Techniken. Das vorbereitete Design dient dabei vor allem als Leitfaden für den Lernprozess. Es kann aber immer auch an aktuelle Gegebenheiten angepasst werden, so dass Störungen und Konflikte den nötigen Raum bekommen können, ohne dass dabei das vereinbarte Lernziel aus den Augen verloren wird. Falls es zum Inhalt und zur Gruppe passt, können Rollenspiele, Sparring-Sequenzen, Rollen-Splitting, Feedback-Schleifen, „Fish-Bowl“-Diskussionen und ähnliche Elemente der systemischen Team-Beratung in den Seminar-Ablauf eingebaut oder spontan entwickelt werden. Die Teilnehmer/innen sind jedenfalls nicht einfach passive Empfänger von vorgefertigten Wissens-Inhalten, sondern aktive Mitgestalter der Veranstaltung unter einer professionellen Anleitung, die neben der inhaltlichen Verantwortung für den „Lern-Stoff“ auch die Verantwortung für die sozialen Lernprozesse übernimmt. Je nach Vereinbarung können als Abschluss der Team-Fortbildung auch konkrete Arbeits-Vereinbarungen, organisatorische Umgestaltungen und/oder verbindliche Handlungs-Kataloge für die Team-Mitglieder erstellt werden. Jedenfalls wird die Fortbildung zur Sicherstellung eines gelingenden Transfers in den Arbeits-Alltag nicht ohne eine Klärung der nächsten Schritte beendet werden. Einen Ablaufplan für Team-Fortbildungen finden Sie hier.

Wer führt eine Team-Fortbildung durch?

  • Unsere Referentinnen und Referenten haben in der Regel einen einschlägigen Beruf im betreffenden Arbeitsfeld erlernt und/oder ein entsprechendes Fachstudium absolviert.
  • Sie verfügen über mehrjährige Berufspraxis, meist auch in leitenden Positionen. Sie haben praktische Erfahrung in der Gestaltung und Durchführung von Trainings, Kursen oder Lehrgängen in der Erwachsenenbildung.
  • Zusätzlich zu den fachlichen und didaktischen Qualifikationen haben alle unsere Workshop-Leiter/innen eine Beratungs-Ausbildung (Supervision, Coaching und Organisations-Entwicklung) abgeschlossen und sind eingetragene Mitglieder der ÖVS (Österreichische Vereinigung für Supervision und Coaching).
  • Einen Überblick über das aktuelle ITeF-Team bekommen Sie hier.

Und was ist überhaupt ein Team?

Definitionen für das soziale System „Team“ gibt es wahrscheinloch fast so viele, wie es unterschiedliche Teams gibt. Im Verständnis des Instituts für Team-Fortbildung gibt es einige Kriterien, die zutreffen müssen, damit wir von einem Team im engeren Sinn sprechen können (Das „Team Stronach“ wäre etwa in unserem Sinn keines!):

  • Grenzen nach außen: Es lässt sich klar angeben, wer dazu gehört und wer nicht. Wenn man nicht genau sagen kann, ob Kollege Maier oder Kollegin Novak zu diesem „Team“ gehört, ist es wahrscheinlich keines – vielleicht ist es ja ein „Arbeitskreis“.
  • Eine gemeinsame Aufgabe: Egal ob es darum geht, möglichst viele Tore zu schießen oder krebskranken Kindern den Krankenhausaufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten – ein „Team“ hat immer etwas zu erledigen.
  • Direkte Kommunikation: Wenn sich alle Team-Mitglieder im selben Raum aufhalten, kann jede mit jedem persönlich sprechen und alle anderen können dabei zuhören (auch wenn sie es, gerade, wenn es wichtig ist, wieder einmal nicht tun!). Das beschränkt die Anzahl der sinnvoll möglichen Team-Mitglieder. Sobald die Frage: „Habt Ihr denn meine letzten drei Mails nicht gelesen?!“ zu oft gestellt werden muss, könnte die Höchstzahl der Mitglieder überschritten sein. Wir gehen davon aus, dass die Höchstzahl bei etwa 12 Leuten liegen dürfte (womit eine Fußballmannschaft auf dem Platz gerade noch als Team durchgeht).
  • Keimzelle der Organisation: Von wenigen Ausnahmen abgesehen, sind die allermeisten Teams Bestandteile von größeren, übergeordneten Organisationen. Es macht den „Charme“ des Teams aus, dass die Einzelperson noch etwas zählt, aber die Organisation dem Team sagt, was es wie mit wem zu erledigen hat. Darin liegt aber auch ein der größten Herausforderungen der Teamarbeit – die Person mit der Organisation zu „versöhnen“.
  • Sonderformen:
    Das Schicht-, Turnus- oder Radl-Dienst-Team arbeitet weniger mit- als hintereinander, wobei die Gelegenheiten zur direkten Kommunikation meist selten und kurz sind. Diese Teams bedürfen einer besonderen „Pflege“, um arbeitsfähig zu bleiben.
    Das virtuelle Team zeichnet sich dadurch aus, dass die Kommunikation (fast) ausschließlich über digitale Kanäle abgewickelt wird, auch wenn diese – wie etwa bei einer „Skype-Konferenz“ – in Echtzeit abläuft. Häufig werden virtuelle Teams in der internationalen Zusammenarbeit gebildet, so dass Mehrsprachigkeit und Interkulturalität zusätzlich für Unterhaltung sorgen.

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